Gedankensplitter

Nun ruft er schon zum sechsten Mal an. Ja, ja, ich verstehe ja, dass er sich Sorgen macht. Aber auch ich habe das Recht, meinen Kaffee in Ruhe zu trinken. Es ist doch egal, dass es drei Stunden dauert, bis ich ihn ausgetrunken habe.

Erstes Kapitel

28. November 2009,

Es ist doch auch egal, dass ich erst um zehn Uhr aufstehe. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich diese Ruhe. Seit vier Wochen stürme ich nicht mehr morgens ins Büro und bearbeite die Dramen des Tages. Also kann ich den Kaffee durchaus in Ruhe genießen.

Natürlich macht er sich Sorgen. Die Umstände dieser Ruhe sind merkwürdig genug. Neben mir steht das Telefon, das Handy liegt daneben. Empfang auf allen Kanälen – und wütende Anrufe, die ich so gut wie möglich abwimmele. Auch dieser neue Tagesablauf ist gleichförmig.

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