RevuePalast in Herten erfolgreich gestartet
14. Juli 2010, mb
Die erste Spielzeit 2009, 2010 haben sie also mit Bravour gemeistert – der Prinzipal und die „Königinnen der Nacht“ des Travestie Ensembles „Femme Fatale“ unter Leitung des Essener Show-Regisseurs Ralf Kuta.
Kuta alias Dannyboy steht übrigens selbst als Marlene Dietrich oder Hildegard Knef auf der Bühne. Jeden Abend lauschen sie aufmerksam, was die Gäste über die Show erzählen.
Und wenn Lalo, Lady Tatti, Carlos oder Jeanny nach getaner Unterhaltungsarbeit so durchs Publikum streifen, hören sie immer wieder den einen Satz: „Ich bin überrascht, denn so etwas Tolles habe ich nicht gar erwartet.“
Viele Asse im Ärmel
Die Überraschung verwundert nicht. Wer aus der stetig wachsenden Gästeschar weiß schon, dass Show-Regisseur Ralf Kuta mehr als 80 verschiedene Nummern mit den jeweils passenden Kostümen und Accessoires in seinem Repertoire hat.
Auf die Auswahl verwendet der 50-jährige Essener höchste Sorgfalt. „Nicht nur der Prinzipal, auch das Publikum im RevuePalast Ruhr ist sehr, sehr anspruchsvoll. Jeden Abend spornt es uns zu Höchstleistungen an“, sagt Kuta.
Was auf die Bühne darf, durchläuft zuvor einen strengen Qualitätscheck. Nummern „unterhalb der Gürtellinie“ haben grundsätzlich gar keine Chance. Die Kostüme müssen perfekt stimmen, die Choreographie, der Gesang, die komplette Optik.
Fast täglich wird auf der riesigen Bühne der Heizzentrale eisern trainiert. „Unser Ziel ist es, unsere Position als Nummer eins unter den Travestie-Ensembles in Deutschland weiter auszubauen“, so Kuta voller Selbstvertrauen: „Wir sind top-frisch, geben jeden Abend richtig Gas und haben noch viele Asse im Ärmel.“
Nachfrage neu geweckt
Der Zuspruch von Gästen und Künstlern lässt auch Prinzipal Christian Stratmann mit Zuversicht in die Zukunft blicken: „Der Mondpalast von Wanne-Eickel hat 2004 das Volkstheater neu erfunden.
Der RevuePalast Ruhr in Herten bringt seit 2009 die alte Kunstform der Travestie zu neuer Blüte.“ Gezeigt werde Travestie, wie sie früher war, attraktiv, anregend, auf höchstem Niveau, aber weit entfernt von der Schwulen- oder Schmuddelecke.
Stratmann: „Unsere Gäste sind fasziniert von diesem Zauber der Verwandlung. Travestie lebt von der puren Illusion, die ein paar kostbare Sekunden lang glauben macht, dass vielleicht doch Milva oder Michael Jackson vorn auf der Bühne singen.“
Die besondere Atmosphäre der historischen Heizzentrale bilde den idealen Rahmen, um dieses fast vergessene Juwel aus der großen Zeit der Unterhaltung wieder zum Leuchten zu bringen, so Stratmann:
„Ein glanzvolles Show-Theater für die Kunst der Travestie – das ist es, was eine Metropole und eine Kulturhauptstadt brauchen. Wir haben mit unserer neuen Bühne keinen Bedarf befriedigt, sondern eine Nachfrage neu geweckt.“ (Quelle: Originalmeldung)









