Polnisches Wunderkind. Rafał Blechacz

9. Juli 2010, mb

Rafał Blechacz wurde am 30. Juni 1985 in Naklo nad Notecia in Polen geboren. Mit fünf Jahren nahm er seinen ersten Klavierunterricht. Drei Jahre später wurde er in die renommierte Artur Rubinstein Schule von Bydgoszcz (Bromberg) eingeschrieben.

Bereits in den Jahren 1996 und 1999 erhielt er die höchsten Auszeichnungen einiger nationaler Klavierwettbewerbe Polens. Aktuell beendet er sein Studium unter der Leitung von Professor Katarzyna Popowar-Zydon an der Musikakademie Feliks Nowowiejski in Bydgoszcz.

Der Klangarchitekt

Vor zwei Jahren stellte der junge polnische Pianist jede Konkurrenz in den Schatten. Seither ist er unterwegs von Konzertsaal zu Konzertsaal, quer durch ganz Europa.

„Er ist ein Klangarchitekt. Jede noch so kleine Nuance gerät genau so, wie Blechacz sie geplant hat. Das mag in der Beschreibung nach einer mechanischen Angelegenheit klingen, ist jedoch Ausdruck eines durchdachten, wohldosierten, innigen Musizierens, eines ausgereiften pianistischen Verständnisses.

Er spielt mit höchster Präzision, schattiert die verschiedenen Linien und Klangfarben auf eine lebendige und erfrischende Art, die seinem Ton große Eleganz verleiht”, urteilte die Süddeutsche Zeitung. Gerade 22 Jahre alt ist Rafal Blechacz, eine internationale Karriere ist ihm sicher.

Früh begonnen

Er begann im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspielen und besuchte mit 8 Jahren die Staatliche Artur-Rubinstein-Musikschule in Bydgoszcz. Im Mai 2007 schloss er sein Studium an der Feliks Nowowiejski-Musikakademie Bydgoszcz bei Prof. Katarzyna Popowa-Zydron ab.

Seit 1996 wurde er bei verschiedenen Musikwettbewerben ausgezeichnet. U.a. belegte er den zweiten Platz beim Rubinstein-Gedächtniswettbewerb junger Pianisten in Bydgoszcz im Jahre 2002 sowie beim 5. Internationalen Pianistenwettbewerb in Hamamatsu, Japan, im Jahre 2003. 2004 gewann er den 4. Internationalen Klavierwettbewerb in Rabat, Marokko.

Am 21. Oktober 2005 gewann Blechacz als erster Pole seit Krystian Zimerman 1975 den bedeutenden Internationalen Chopin-Wettbewerb für Klavier in Warschau, der in diesem Jahr zum fünfzehnten Mal seit 1927 ausgetragen wurde.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs wurde kein zweiter Preis vergeben, um den Abstand deutlich zu machen. Die sechs Besten bekommen sonst einen Preis. (Quelle: Originalmeldung)

05.08.2010 – Lübeck – Schleswig Holstein Musikfestival
06.08.2010 – Lübeck – Schleswig Holstein Musikfestival
30.11.2010 – Berlin – Philharmonie
13.12.2010 – Stuttgart – tba.

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