Der Traum von Freiheit

29. Juni 2010, mb

Heldin der Geschichte ist eine junge Frau namens Tjede Peckes, die zusammen mit ihren Geschwistern Onno und Beke sowie ihrer Mutter Gesche ein paar Kilometer von Ritzebüttel friedlich lebte.

Durch die Machtgier ihres Dorfpriesters Dedo, den Tjede öffentlich anklagt, gerät sie in die Fänge des Bischofs von Bremen, der in dem Mädchen mehr sieht als nur ein einfaches Bauernmädchen. Denn Tjede ist, ohne es selber zu wissen, mit dem Bischof verwandt.

Dieser verliebt sich in das Mädchen und führt einen innerlichen Kampf mit sich selbst, der dazu führt, dass er seinen ganzen Hass und seine Habgier gegen das Mädchen und die Wurster Friesen richtet.

Freiheitskampf der Friesen

Er verlangt sämtliche Landesabgaben und somit die Freiheit der Friesen. Aus Protest gegen die korrupte katholische Kirche fordert Tjede die Wurster Friesen zum Kampf auf.

Doch ihre Familie hat Zweifel. Besonders ihre Mutter, die nicht gegen die Kirche und somit ihren Bruder kämpfen möchte, und Habert, Tjedes Freund, der lieber eine Familie gründen möchte, als in den Kampf zu ziehen.

Doch ohne Land und Freiheit gibt es für Tjede und die Friesen keine wirkliche Zukunft. So kommt es zur alles entscheidenden Schlacht am Wermer Tief, wo Tjede sich zusammen mit 500 anderen Frauen am Kampf beteiligte. Als Fahnenträgerin der Gruppe zieht sie vorneweg und wird zur Symbolfigur für Hoffnung und Mut.

Der Wanderer zwischen den Welten

„Ich sehe es euch an, ihr Menschen, die ihr aus der Zukunft auf uns schaut, auch ihr habt immer noch Sehnsucht nach Geschichten, nach Träumen und nach Wundern. Dies ist eine Geschichte von Freiheit und ihrem Glauben daran, von Heldinnen und Träumern, von Liebe, Tod und der Hoffnung, die alle Zeiten überdauert und uns bis heute durchs Leben trägt. Ich bin der Wanderer zwischen den Welten, der das Heute und das Gestern kennt.

Ich entführe euch in die Zeit der Tjede Peckes, der Wurster Friesen, die sich Ende des Jahres 1517 gegen die Abgaben an den Bremer Erzbischof Christoph von Braunschweig-Lüneburg zur Wehr setzen.“

„Der Wanderer zwischen den Welten“ ist der allwissende Erzähler, der zusammen mit seinem Knappen Krischan (Christian Berg) nicht nur eine eigene Version der Geschichte von Tjede Peckes erzählt, sondern auch unmittelbar eingreift und mit dem Publikum der heutigen Zeit in Kontakt steht.

Ein Mittelsmann zwischen Heute und Gestern. Mal nachdenklich, mal emotional und auch durchaus mal mit einem Augenzwinkern. Die Rolle wandert zwischen den Zeiten, die uns aus heutiger Sicht wie zwei verschiedene Welten erscheinen mögen, aber bei näherer Betrachtung doch so ähnlich sind.

Was treibt uns heute wie gestern an? Was lässt uns hoffen? Liebe, Hass, Träume und die Hoffnung das sich unsere Sehnsüchte erfüllen. (Quelle: Originalmeldung)

Der Traum von Freiheit - Premiere: 15. Juli 2010 – Schloss Ritzenüttel – Cuxhaven

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