Flanieren in Detmold
19. Dezember 2009, mb
Über 500 Baudenkmäler prägen das Stadtbild der historischen Altstadt. Der Stadtkern blieb von den beiden Weltkriegen weitgehend verschont und ist durch drei Epochen geprägt: das späte Mittelalter, den spätklassizistischen Putzbau der Biedermeierzeit (1830-1860) sowie den historische Wohn- und Geschäftshausbau der sogenannten Gründerzeit (seit etwa 1875).
Den Mittelpunkt der Altstadt bildet der Markplatz mit dem Donopbrunnen. Detmold älteste Kirche, die Erlöserkirche und das klassizistische Rathaus dominieren diesen Platz. Jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag verbreitet der bunte und beliebte Wochenmarkt eine fast südländisch anmutendes Flair.
Die Altstadt wird im Süden und Osten von der Bruchmauer-, August-, Adolf- und Karlstraße begrenzt, an denen noch Fragmente der ehemaligen Stadtmauer zu sehen sind, während der Stadtkern im Norden und Westen durch das Rosental und die Ameide seinen Abschluss findet.
Innerhalb der Altstadt sind etwa 350 teilweise gut erhaltene historische Gebäude zu besichtigen, besonders in der Langen Straße, der Krummen Straße und der Meierstraße.
Diese Häuser stammen aus drei Epochen, dem späten Mittelalter nach dem großen Stadtbrand von 1547 mit bürgerlichen Fachwerkbauten, der Biedermeierzeit (1830–1860) mit seinem spätklassizistischem Stil und der Gründerzeit (nach 1875) mit historisierenden, dekorierten Fassaden.
In der Straße Unter der Wehme liegt das Geburtshaus Ferdinand Freiligraths und das Sterbehaus Christian Dietrich Grabbes, dessen Geburtshaus ebenfalls erhalten und in der Bruchstraße zu finden ist.
Das Detmolder Schloss, auch als Fürstliches Residenzschloss Detmold bezeichnet, liegt im Nordwesten der historischen Altstadt und umfasst mit dem Schlossplatz und Burggraben etwa ein Viertel des Stadtkerns.
Das Fürstliche Residenzschloss bildet das bedeutendste historische Bauwerk der Stadt und stellt eine hervorragende architektonische Schöpfung der Weserrenaissance dar. Beherrscht wird das Schloss vom mittelalterlichen Turm und einem vierflügeligen Anbau mit reicher Renaissance-Fassade, der in den Jahren 1550–57 entstand.
Im Schlosshof befinden sich vier Treppentürme und eine klassische Bogengalerie mit Wappensteinen. Im 17. Jahrhundert entstand der Westflügel mit den Königszimmern, die acht große Wandteppiche, venezianische Kronleuchter und eine Sammlung von Jagdwaffen enthalten.
Der Schlossplatz wird von langgestreckten Flügelbauten mit Eckpavillons umgeben, die den Schlossbewohnern als Wagenremise, Marstall und Reitbahn dienten.
Die ehemalige Reitbahn wurde in den 1950er Jahren zur Stadthalle umgebaut. Der Brunnen vor dem Schloss mit seiner Fontäne wurde 1898 erbaut und 1957 mit Scheinwerfern ausgestattet. (Quelle: Originalmeldung)









