50 Positionen zum Wandel des Raums
1. November 2009, mb
Das Paradies besteht aus sich bewegenden Kartons auf denen Zeichnungen von Objekten befestigt sind: „It’s Paradiese here“ heißt die Installation des Israeli Nir Alon.
Er ist einer der 50 Künstler, die im Rahmen der Ausstellung Fully Booked ab dem 14. November in das ehemalige Bonner Hotel Beethoven ziehen, um die Gästezimmer ein letztes Mal vor dem Abriss zu beleben.
„Das Hotel Beethoven ist ideales Experimentierfeld und Spielwiese, eine einmalige, vielleicht auch letztmalige Zeitkapsel, in der wir den Zeitenwechsel thematisieren können“, sagen Christine Rühmann und Sjaak Beemsterboer, die Kuratoren – zwei Künstler, die die Ausstellung initiiert haben.
„Seit der Wiedervereinigung Deutschlands vor zwanzig Jahren hat sich die Stadt Bonn nicht nur in ihrer politischen Bedeutsamkeit verändert, sondern auch in ihrem Aussehen. Das Projekt HB – HOTEL BEETHOVEN thematisiert diese Veränderung mit Blicken zurück und in die Zukunft.“
Letztmalig werden für die Ausstellung Fully Booked alle 56 Zimmer des ehemaligen Hotels und die Pächterwohnung in der vierten Etage ausgebucht sein:
Eingeladen wurden Künstler aller Sparten, die sich insbesondere mit dem Thema „Raum“ auseinandersetzen. Das Spektrum der Positionen reicht dabei von Wandmalerei, Fotografie, Licht- und Videokunst bis hin zu raumfüllenden Objektinstallationen.
Projekt HB – HOTEL BEETHOVEN
Das Hotel Beethoven beherbergte in seiner Glanzzeit viele internationale Gäste aus Politik und Kultur und war jahrelang traditioneller Treffpunkt des Oxford-Clubs.
Mit seiner Lage direkt an der Rheinpromenade in unmittelbarer Nähe zur Universität und zur Oper, nicht weit fort vom politischen Zentrum, lag es im Herzen aller relevanten Ereignisse der „Bonner Republik“.
Mit seinem „Charme“ der eher kleinstädtisch funktionalen als repräsentativen Architektur, gilt es als eines der letzten Relikte der Ära der Bonner Republik. Damals in den sechziger und siebziger Jahren, verpflichtete sich die Bonner Bebauung zum Understatement der architektonischen Form.
Die tatsächliche historische Relevanz, die den unscheinbaren Gebäuden zugeschrieben werden kann, blieb dabei – oft sehr gezielt – verborgen. (Quelle: Tamara Himmel, Michael P. Aust –
TELEVISOR TROIKA GMBH)
Künstlerliste der Ausstellung FULLY BOOKED:
Nir Alon (ISR)
Nathan Baker (USA)
Carola Bark
Nicholas Bodde
Ingo Bracke
Lars Breuer
Silke Brösskamp
Götz Bury
Laura Bruce (USA)
Christoph Dahlhausen
Bruno Dorn
Reinhard Doubrawa
Martin Durham (GB)
Karsten Födinger
Manuel Franke
Marcel Frey
Sebastian Freytag
Tom Früchtl
Daniel Göttin (CH)
Wiebke Grösch und Frank Metzger
Yvo Hartmann
Geka Heinke
Graham Hudson (GB)
Gary Jolley (AUS)
Laresa Kosloff (AUS)
Andreas Lorenschat
Antonia Low (GB)
Tumi Magnússon (IS)
Guido Münch
Aki Nakazawa (JAP)
Esther Neumann
Frank Piasta
Jan van der Ploeg (NL)
Trevor Richards (AUS)
Kai Richter
Rita Rohlfing
Christine Rühmann (CH) und Sjaak Beemsterboer (NL)
Christiane Schlosser
Arne Schreiber
Nicola Schudy
Daniel Schürer
Paul Schwer
Cony Theis
David Thomas (AUS)
Tony Trehy (GB)
Jan Verbeek
Cornel Wachter
Achim Zeman










